The picture shows an installation with three TV screens with the video named Clean Lines.

John Pilson - Preisträger 2002

John Pilson charakterisiert in seiner Videoarbeit „Clean Lines 2002“ das Umfeld und die Lebensumstände verschiedener, ihm nahestehender Menschen. In ruhigen Kamerafahrten verbindet sich die Aussenwelt ihrer Vorgärten mit der Innenwelt ihrer gepflegten Häuser. So verdichten sich scheinbar zufällige Momentaufnahmen zu einem Panorama aus dem gehobenen amerikanischen Mittelstand.
Kleine Begebenheiten, wie etwa eine sich öffnende Jalousie, eine zerbrechende Flasche oder ein vorbeifahrendes Auto entwickeln Bedeutsamkeit. Der nüchterne, kühle Erzählton, den Fotos und Videos teilen, vermeidet jedes Pathos und hält die Bilder offen für Projektionen und Rätsel. In seinen Fotografien und Videos aus häuslichen Situationen und Berufsleben arbeitet Pilson an einer Choreographie alltäglicher Rituale. Jedes Foto eröffnet neue Perspektiven in unserem Umgang mit Wirklichkeit.

In Ergänzung zum Geldpreis erwirbt die Baloise Werke der Preisträgerinnen und Preisträger und schenkt sie zwei bedeutenden europäischen Museen. Die Arbeit von John Pilson ging als Schenkung der Baloise in die Sammlung der Hamburger Kunsthalle.

Portrait of the Artist John Pilson
John Pilson, *1968, lebt und arbeitet in New York, USA