Poems projected to the wall

Alejandro Cesarco - Preisträger 2011

Alejandro Cesarco gelingt es, die Sprache der amerikanischen Konzeptkunst und die Kriminalgeschichte auf originelle und produktive Weise zu verschränken. Dabei nutzt er eine Vielfalt von Ausdrucksformen wie Text, Fotografie, gesprochenes Wort oder das Künstlerbuch, das zum integralen Bestandteil der Installation wird. In seiner prämierten Arbeit "The Streets Were Dark With Something More Than Night or The Closer I Get To The End The More I Rewrite The Beginning" thematisiert er mit Unterstützung der unverkennbaren Stimme von Lawrence Weiner die Geschichte der amerikanischen Konzeptkunst von John Baldessari, Louise Lawler oder Andrea Fraser und schafft einen Raum voller Bezüge und Erzählstränge, in denen sich der Betrachter leicht verliert.

Zusätzlich zum Geldpreis erwirbt die Baloise Werkgruppen der Preisträgerinnen und Preisträger und schenkt sie zwei bedeutenden europäischen Museen. Diese Installation, welche aus Wandtexten, einer Slideshow, Fotografien und einem Booklet besteht, wurde dem mumok Wien als Schenkung übergeben.

Der in New York lebende Cesarco sucht in seiner künstlerischen Arbeit stets die Beziehung zwischen Worten und Bildern, zwischen Sagbarem und Sichtbarem.  Wie erkennen oder erfinden LeserInnen die Bedeutung einer Geschichte? Wie verschränken sich Erinnerung und Geschichte, Fiktion und Fakten? Unter Bezugnahme auf sprach- und literaturbezogene Gestaltungen von Künstlern wie John Baldessari, Marcel Broodthaers oder Lawrence Weiner, aber auch von Félix González-Torres oder Louise Lawler, widmet sich Cesarco in seiner Konzeptkunst diesen Fragen.

Portrait of the Artist Alejandro Cesarco
Alejandro Cesarco, *1975, lebt in New York